
Geruchshemmende Textilien – eine Innovation?
Geruchshemmende Textilien sind vor allem aus der Sportswear bekannt und werden dort häufig als Innovation vermarktet. Ganz neu ist die Technologie jedoch nicht: Verfahren zur Eindämmung von Bakterienbefall werden bereits seit Jahrzehnten zum Materialschutz eingesetzt. Innovativ sind vor allem die in den vergangenen Jahren entwickelten Substanzen, die auf oder in Textilien eingebracht werden, um Mikroorganismen gezielt zu hemmen oder zu reduzieren.
Welche Arten geruchshemmender bzw. antimikrobieller Textilien gibt es?
Der Begriff „antimikrobielle Wirksamkeit“ umfasst verschiedene Wirkprinzipien: Sie reichen von der Hemmung des Keimwachstums über die Verhinderung mikrobieller Besiedelung bis hin zur Abtötung von Mikroorganismen. Je nach gewünschter Wirkung werden die entsprechenden Substanzen entweder direkt in die Faser integriert oder auf das Textil aufgebracht.
Welche Mittel werden verwendet?
- Metalle wie Silber, Aluminium, Zink, Chitosan und Chitosan-Fasern können aktiv zur Geruchsvermeidung beitragen.
- Bakteriostatika begrenzen oder verhindern Bakterienbefall.
- Aktivkohle und eingearbeitetes Kaffeepulver wie S.Cafe absorbieren Gerüche, beeinflussen jedoch nicht das Bakterienwachstum.
- Cyclodextrine, wie sie etwa in Febreze eingesetzt werden, binden Geruchsmoleküle in mikroskopisch kleinen Strukturen.
- Einige Technologien setzen auf die mechanische Zerstörung von Bakterienzellen.
Welche Funktionen übernehmen antimikrobielle Textilien?
- Sie verhindern die Übertragung und Ausbreitung krankheitserregender Mikroorganismen.
- Sie reduzieren Geruchsbildung, etwa durch Bakterien im Schweiß.
- Sie begrenzen mikrobiellen Befall auf ein tolerierbares Maß.
- Sie schützen Fasern vor mikrobiellem Abbau und verlängern damit die Gebrauchstüchtigkeit von Textilien.
Wo ist der Einsatz sinnvoll?
- Im Gesundheitswesen, etwa bei Stationskleidung oder Textilien in hygienisch sensiblen Bereichen.
- In Sportswear, Schuhen, Underwear, Workwear, Strümpfen und spezieller Allergikerkleidung.
- In feucht-warmen Einsatzbereichen wie Zelt-, Persenning- oder technischen Textilanwendungen.
Möchten Sie mehr über geruchshemmende oder antimikrobielle Textilien, ihre Einsatzmöglichkeiten und Grenzen erfahren oder eine textile Innovation entwickeln, dann ist fundiertes textiltechnisches Know-how entscheidend.